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EXTRAKT Prüfungstipps

Mündliche Prüfungen: Generelle Tipps

...und nach der Prüfung?

Hierzu nur ein einziger Tipp: Es ist vollbracht. Erledigt. Abgehakt. Nichts und niemand kann an deiner erbrachten Leistung jetzt noch etwas ändern. Also erspare dir nervenaufreibende Diskussionen und Selbstzweifel. Krame dein Adressbuch hervor und überprüfe, welche alten Freunde sich noch an dich erinnern können. Kaufe deiner/deinem Liebsten ein kleines Geschenk und bedanke dich für das monatelange Verständnis und die Unterstützung. Freue dich über die neu gewonnene Zeit...und dann: Prüfungsergebnisse abwarten und feiern!

Diskussionen

Löchere Kandidaten, die ihre Leistung soeben erbracht haben und gerade den Prüfungsraum verlassen nicht mit sinnlosen Fragen („Was händ‘s gfröged?“, „wie isch‘s abgloffe?“...). Erstens werden verschiedene Frageserien eingesetzt. Und zweitens: was willst du mit diesen Informationen anfangen? Noch kurz zwei Minuten Wissenslücken stopfen? Nein. Du bist vorbereitet. Alles wird gut, es ist dein Tag... DEIN Tag!

Vollgas

Wenn dir eine dankbare Frage gestellt wird, z.B. „Erläutern Sie aufgrund dieses neuen Produktes das dahintersteckende Verkaufsförderungskonzept.“, dann Vollgas! Hier könntest du locker 10 Minuten antworten. Nur zu. Die Experten werden unterbrechen, wenn sie genug gehört haben.

Visualisieren

Nutze die Tafel/Whiteboard/Flipchart, wann immer sich dir die Gelegenheit bietet und es dir nützlich erscheint. Das gibt ein paar Sekunden Bedenkzeit, hilft nichts Wesentliches zu vergessen - und den Experten dir zu folgen. Doch auch hier gilt: Zeit ist „Geld“. Also keine Schönschreibübung, die in ihrer Langatmigkeit nach einigen endlosen Momenten vom Expertenteam ungeduldig abgebrochen wird.

Rezitieren

Überprüfe nochmals deine wichtigsten Definitionen. Ist dir wirklich jedes einzelne Wort klar - oder wechselst du automatisch in die Schriftsprache, weil du einfach auswendig gelernt hast? Nachplappern bringt keine Punkte - echtes Fachwissen schon.

Vom Winde verweht

Fachmann sein heisst auch, sich eine Meinung zu bilden, diese begründen und konsequent vertreten zu können. Wechsle deine Meinung nicht permanent, nur weil du glaubst, damit zu gefallen. Nimmst du einen „Fachmann“ ernst, der seine Fahne permanent nach dem Wind richtet?

Das „Adler-Syndrom“

Adler-Syndrom bedeutet: Ich kann die gestellte Frage nicht beantworten - und versuche es trotzdem. Ich spreize verbal die Flügel und kreise rhetorisch ums Thema. Dies in der Hoffnung, zufällig den Kern der Sache zu treffen. Verlorene Zeit. Bitte um eine andere Formulierung, wenn eine Frage unklar rüberkommt. Verlange die nächste Frage, wenn du eine Antwort mal nicht liefern kannst. Das erspart ein paar Meter Holzweg, oder eben unnötige Flugmeilen.

Lautsprecher

Analysiere auch in deiner Freizeit Inserate, TV-Spots, Presseartikel-Artikel (überwiegend ausserhalb des Sportteils), Interviews… Sprich aus, was du denkst. Was klar gedacht werden kann ist noch lange nicht präzise formuliert.

Good News - Bad News

Spüre in deinen Tageszeitungen PR-Artikel auf. Fusion, Konkurs oder Rekordergebnis: Wie beurteilst du die Arbeit des zuständigen Mediensprechers? Gewinnt er dein Vertrauen oder Verständnis? Wie würde DEIN nächster Massnahmeschritt sein? Mit welcher Begründung?

Bitte Werbung!

Wenn er nicht schon längst entsorgt ist, dann entferne deinen „Stopp - keine Werbung“-Kleber vom Briefkasten. Nie waren Prospekte, Flyer, unadressierte Mailings so wertvoll wie heute. Nutze dieses unbezahlbare - und doch kostenlose - Praxismaterial für deine Vorbereitung.

Ein- und Auftritt

Tief durchatmen und eintreten. Die Experten wollen niemanden „fertig machen“, sondern ein Fachgespräch führen. Nicht vergessen: Sie wollen nur dein Wissen - nicht dein Leben.

Verzichte auf Small-Talk, Scherzchen und ähnliches. Die Zeit läuft - und nur dann für dich, wenn du punkten kannst. Also: Vollgas.

Dress-Code

Du findest deinen 3-Tage-Bart sexy? Deine langen Beine kommen im knappen Mini am besten zur Geltung? Grossvaters goldene Krawattennadel ist ein echter Blickfang? Du bist nicht hier um äusserlich zu beeindrucken oder neue Freunde zu finden. Du bist hier, um dein Fachwissen zu präsentieren. Verzichte also auf „Verkleidung“ jeder Art, bleibe wie du bist und lenke die Aufmerksamkeit des Expertenteams auf das, was du zu sagen hast.

Lampenfieber - Gründe

Es gelingt dir in deiner Firma ohne weiteres, vor ein paar Leute zu treten und dein neues Projekt mit Feuer, Überzeugungskraft und rhetorischem Geschick vorzustellen. Warum? Du bist perfekt vorbereitet, kennst jedes Detail und bist für Einwände, Fragen und Hindernisse gewappnet. Gelingt dir derselbe Auftritt, wenn du mit einem Thema weniger vertraut bist und selbst noch mit Fragezeichen zu kämpfen hast? Der Grad deiner Vorbereitung, die Anzahl der 1:1 durchgespielten Prüfungssimulationen, bringt jene Sicherheit, die den Prüfungstag zu einem unvergesslichen Erlebnis macht.

Lampenfieber - Good News

Die gute Nachricht: Lampenfieber ist nötig, um Höchstleistungen zu erbringen. Und nun die noch bessere Nachricht: Lampenfieber löst sich in Luft auf, sobald du „in der Lampe“ stehst. Also sobald es darauf ankommt. Frage Künstler - vorteilhafterweise auch erfolgreiche. Jeder formuliert es anders und jeder sagt dasselbe: Licht an - Spot aus (oder umgekehrt) – und das Lampenfieber verschwindet - vorausgesetzt du weisst, optimal vorbereitet zu sein.

R.E.S.P.E.C.T.

Es gibt drei gute Gründe, sich so richtig auf die mündlichen Prüfungen zu freuen:

  1. Du kannst dein ganzes Wissen in einer spannenden Präsentation und im fundierten Fachgespräch an den Mann und/oder die Frau bringen.
  2. Du hast es geschafft. Durchgehalten. Nicht aufgegeben. Bis zum Schluss alles gegeben. Das allein verdient R.E.S.P.E.C.T!
  3. Du bildest den krönenden Abschluss deiner monatelangen Ausbildungszeit.

Carpe Diem

Um diesen letzten Tag wirklich nutzen zu können, musst du ihn ernst nehmen. Es ist nur natürlich, dass nach den Schriftlichen der Druck etwas abfällt. Warte jedoch nicht zu lange mit dem „wieder Einhängen“. Auf die mündlichen Prüfungen kann man sich nahezu perfekt vorbereiten und damit den Notendurchschnitt markant erhöhen. Nutze diese Chance!

Fachgespräch

Die Experten wollen ein Fachgespräch durchführen - kein Verhör. Verhalte dich wie ein gleichwertiger Gesprächspartner. Suche den Augenkontakt, statt das Teppichmuster zu studieren. Benutze die Fachterminologie und nicht den Freizeit-Slang. Sieht man dir an, dass du es kaum erwarten kannst, dein Wissen hier und jetzt los zu werden? Sehr gut!

Tiefstapler

Es ist der falsche Augenblick wieder einmal jemandem klar zu machen, dass du praktisch fürs gesamte Marketing deiner international tätigen Firma verantwortlich bist und der Laden ohne dich glatt dicht machen könnte. Bescheidenheit ist eine Zier - gerade hier.

Mündliche Prüfungen: Lerngruppe

1:1 Simulationen

Der Schlüssel für den Erfolg an den Mündlichen liegt im permanenten Durchspielen der regulären Prüfungszeit. Und zwar 1:1. Wechsel in deiner Lerngruppe die Rolle des Experten und Prüflings laufend. Verzichte auf Zwischenfragen, Kommentare, auf Statements wie: „im Ernstfall würde ich jetzt...“, auf Unterbrechungen, Scherze, Halli-Galli. Gestalte die Simulationen so authentisch wie möglich - ohne Kompromisse. Falls dir das in der Lerngruppe nicht gelingt, helfen wir dir gerne weiter.

Jäger und Sammler

Halte permanent Ausschau nach Knacknüssen aus der Praxis. Sammle schwer zu interpretierende Inserate, neu lancierte Produkte, Flyer, Mailings, „Critical Incidents“ aus der Tagespresse. Analysiere dieses Material innerhalb der Lerngruppe. Und seid ihr euch mal uneinig, dann bespreche diesen Fall in der nächsten Schullektion. Dein Dozent wird dir weiterhelfen.

Füllphrasen und andere Macken

Das Perfide an unseren Macken ist die Tatsache, dass sie uns selbst kaum auffallen, unserem Gegenüber jedoch auf Anhieb. Hier kann dir dein Lerngruppen-Team weiterhelfen. Achte und kritisiere Füllphrasen wie: „ähhh / ich han es Blackout / was han i jetzt vergässe? / vorher han ich's no gwüsst“.

Gleiches gilt für Macken, wie: Ewiges Haare richten / Maniküre / Kugiklicken / Fingertrommeln / Teppichscharren / Stöhnen / Schnauben...

Schriftliche Prüfungen: Fallstudien

Deklaration

In der Praxis wird dir eine Aufgabe gestellt, ein Ziel gesetzt. Ob die einzelne, von dir festgelegte Massnahme nun der Werbung oder der Verkaufsförderung zuzuordnen ist, interessiert in der Praxis wohl niemanden. An den Eidgenössischen schon. Dort musst du deine Ideen dem entsprechenden Instrument jeweils klar zuordnen. Nur so kann überprüft werden, ob du die einzelnen Marketinginstrumente beherrschst.

Begründen

Versetze dich mal in die Lage eines Prüfungsexperten. Ihm bleiben ein paar Minuten, um Ihre Lösung zu sichten, zu verstehen und zu bewerten. Du hattest Stunden lang Zeit, Ideen zu entwickeln, wieder zu verwerfen, zu optimieren. Gib dem Experten die Chance, deine Gedankengänge nachzuvollziehen und BEGRÜNDE jeden deiner Schritte.

Aufgabenreihenfolge

In Fallstudien macht das chronologische, der Aufgabenreihenfolge entsprechende Lösen meist durchaus Sinn. In anderen Prüfungsteilen (Grundlagen bzw. Situative Fragen) findest du voneinander unabhängige Aufgabenstellungen vor. Wenn du in diesen Prüfungsteilen eine anstehende Aufgabe nicht auf Anhieb lösen kannst und diese deshalb vorerst überspringst - passt. Aber: Bringe dein Werk am Schluss „auf die Reihe“, damit die Chronologie stimmt. Dein Dozent heute wird deine Lösung zur „Aufgabe 2“ auf der letzten Seite vielleicht noch bewerten, bei den eidg. Prüfungen würde ich mich nicht darauf verlassen.

Seitennummer

Nummeriere deine Lösungsseiten - bereits in der Vorbereitungsphase - chronologisch durch. Das bringt Routine und hilft ungemein, dein Meisterwerk am Schluss in die richtige Form zu bringen. Zuvor trennst du Notiz- und Lösungsblätter.

Tabellen statt Romane

Möchtest du Schriftsteller werden oder ein erfolgreicher Prüfungsabsolvent? Eben. Verzichte auf langatmige, seitenlange Romane. Prüfe jedesmal, ob die selbe Aussage nicht auch in einer (bewertungsfreundlichen, übersichtlichen, punktbringenden) TABELLE dargestellt werden kann. Verpasse deiner Lösung eine lese(r)freundliche Struktur, die es dem Experten einfach macht, deinen Gedankengängen zu folgen.

Schlüpf in die Rolle

Eine Fallstudie liegt vor dir. Acht oder auch 23 Seiten. Eine Situation wird beschrieben, ein Problem, ein Auftrag. Versetze dich nun für die 2h, 3h oder 4h ganz in die jeweilige Situation! Schlüpfe in die Rolle des Marketing- oder Verkaufsverantwortlichen, der Zielgruppe, des Beeinflussers. Du bist in diesem Augenblick nicht mehr PM eines Industrieunternehmens - sondern eine „gesundheitsbewusste Dame zwischen 25 und 40 J.“, ein „Einkaufschef eines Grossverteilers“ oder eine „Aussendienstmitarbeiterin eines Schuhproduzenten“. Wie denkst du nun über den Fall? Anders. Richtig!

Marketingterminologie

Verwende Fachterminologie. Der Arzt sagt „Thorax“ - nicht „Brustkorb“, der Filmkritiker spricht vom „Protagonisten“. Und du? Verwende unsere Fachsprache. Nicht im Alltag um Kollegen zu beeindrucken, sondern um Missverständnisse unter Profis zu vermeiden. Werbeplattform, gewichteter Distributionsgrad, Push-/Pull-Relation, gestützter Bekanntheitsgrad, Leitinstrument - nun wirst du verstanden. Auch von den benotenden Experten.

Expertenterminologie

Löse im Vorfeld so viele Fallstudien wie möglich. Gewöhne dich an unterschiedliche Ausdrücke für gleiche Inhalte (z.B. BCG-Matrix / Portfolioanalyse, Marktdurchdringung / Marktpenetration etc.).

Esoterik

„Glauben“ heisst „nicht Wissen“, „Esoterik“ heisst „nur dem Eingeweihten zugänglich/verständlich“. Beide Bereiche mögen aufgrund ihrer Anhänger ihre Berechtigung haben - jedoch nicht beim Lösen von Fallstudien. Du „glaubst“ nicht an eine Umsatzsteigerung von 5% - sondern wirst sie erreichen! (Dazu ist deine Lösung ja da.) Vermeide Marketing-Esoterik „...Angesichts der pragmatisch zu handhabenden Markteinflüsse tendiere ich auf eine Diversifikationsstrategie, andererseits sollen die nachfolgend beschriebenen Soft-Skills nicht ignoriert ...bla... bla...). Bist du nun Politiker - oder Marketingprofi? Entscheide dich.

Branchenkenner

Die in Fallstudien behandelten Themen sind vielfältig. Mal geht‘s um erdgasbetriebene Personenwagen, dann um Parkettböden, Badezimmereinrichtungen oder Kellogg‘s Cornflakes. Mal wird ein Feriendomizil in der Toscana zum Thema, mal Montageanlagen, oder Acrylboxen. Du kannst nicht auf jedem Gebiet in jeder Branche ein Kenner sein. Und bist du es im Einzelfall doch: Vermeide Insiderwissen und halte dich konsequent an die Fallvorgaben. Bei Prüfungsfallstudien geht es immer nur um eines: Das Lösen eines beschriebenen Problems unter Berücksichtigung klarer Vorgaben.

Nimm’s wörtlich

Verstehe die Aufgabenstellung wörtlich. ZielgruppeN = mehrere, 5 Vorteile = 5! Lieferst du mehr, dann werden nicht 5 richtige Aussagen rausgepickt, sondern die falsche 6. in Abzug gebracht. Werden „mindestens“ 6 Ideen verlangt, dann lieferst du allenfalls 1-2 auf Reserve - schliesslich bist du ja ein kreativer Kopf.

Einlesen

Seziere zuerst die Aufgaben, dann die Leitfragen (Bewertungskriterien) und dann erst die Fallinformationen. Es ist von Vorteil gleich zu Beginn zu wissen, wie dein Output aussehen soll, für welchen Content Punkte vergeben werden.

Inhalt vor Zeit

Wenn du mit dem Lösen von Fallstudien beginnst, wirst du anfangs noch wesentlich mehr als die vorgegebenen Prüfungszeit benötigen. Mach dir keine Sorgen. Zuerst muss der Inhalt stimmen, das Tempo kommt mit der Übung. Gewöhne dir jedoch an, die Stelle zu markieren, die du „in der Zeit“ erreicht hast. Dein Dozent wird sich die Mühe machen, dir beide Bewertungen (für die bis zum Ablauf der Prüfungszeit erarbeitete Teillösungen und die Gesamtleistung) zu liefern.

„Roter Faden“

Es gibt Prüfungsteile, die stellen voneinander unabhängige Einzelaufgaben, andere verlangen zwingend einen „roten Faden“. Überprüfe im zweiten Fall, ob sich dein roter Faden zum „dicken, roten Seil“ entwickelt - oder ob er bricht, die Farbe wechselt, oder sich gar ganz in Luft auflöst.

Beispiel Werbung: Du definierst zu Beginn deine Kern-Zielgruppe und hast dich bei den soziodemografischen Merkmalen für Kunden aus der Deutsch- und Westschweiz entschieden - vergiss am Schluss bei der Mediaplanung die westschweizer Medien nicht.

Unter den Einstellungsmerkmalen hast du festgehalten was der Zielgruppe besonders wichtig ist. Deckt sich dies mit den Stärken deines Produktes? Findet sich die Hauptstärke später im Wissensziel? Erreichst du mit deiner Hauptbotschaft dieses Wissensziel?

Handarbeit

Besonders in der Anfangsphase ist es sehr verlockend, ein Detailbudget von Excel rechnen zu lassen oder ganze Fallstudien-Lösungen auf dem PC zu erstellen. Verzichte darauf. Trainiere wieder handschriftlich zu arbeiten. In Basel und St. Gallen wird echte Handarbeit verlangt.

Prüfungspapier

Verwende in der Vorbereitungszeit nur noch Karopapier, das die Originalmasse aufweist. A4, klar. Aber wichtiger: 5mm-Hüüsli. Gewöhne deine Schrift an den für viele ungewohnten Zeilenabstand, die “Platzverhältnisse” für Prüfungsteil, Name, Kandidaten-Nr…. Klingt kleinlich, wahrscheinlich. Bringt Sicherheit. Garantiert.

K(r)ampf oder Lust?

Wir haben in unseren Weiterbildungsinstitut schon Teilnehmer erlebt, die lieferten ihre neuen Fallstudienlösungen schneller ab, als wir ihre vorherigen Lösungen bewerten konnten. Für andere wenige wiederum war das Lösen dieser Fälle eine Qual, zu der sie sich immer wieder aufs Neue durchringen mussten. Welcher Typ bist du? Tatsache ist, dass Übung den Meister macht. Je mehr Fälle du dir vorknöpfst, desto besser werden deine Lösungen, desto mehr Spass wirst du dabei empfinden. Ausserdem: Was gibt es schöneres, als eine echt harte Nuss in den vorgegebenen Stunden zu knacken?

Zu bedenken: Du hast dich entschieden, einen der begehrtesten eidg. Abschlüsse zu machen. Ohne Freude an und Lust auf Marketing und Verkauf, wird dir dieser jedoch weder beruflichen, noch persönlichen Nutzen bringen.

Prüfungsordner zusammenstellen

1. Klare Kategorien erstellen: Unterteile den Ordner in Hauptabschnitte (Themen/Konzeptraster). Das erleichtert die Orientierung.

2. Relevante Unterlagen auswählen: Nur die wichtigsten und prüfungsrelevanten Materialien einordnen, z.B. unsere EXTRAKT SelfChecks und Vorlagen (https://www.extrakt.ch/lehrgaenge/fachunterlagen/), deine Zusammenfassungen, Formelsammlungen, wichtige Definitionen oder Raster.

3. Übersichtliche Ordnung: Nutze Register, Trennblätter oder farbige Markierungen und beschrifte sie klar und sauber, um die Kategorien sichtbar zu machen. So findest du schnell das Gesuchte.

4. Inhaltsverzeichnis: Erstelle am Anfang des Ordners ein übersichtliches Inhaltsverzeichnis, das die wichtigsten Kategorien und deren Unterthemen auflistet. Das spart ebenfalls Zeit bei der Suche.

5. Regelmässig aktualisieren: Überarbeite den Ordner regelmässig, um veraltete oder unnötige Unterlagen zu entfernen und aktuelle Inhalte zu ergänzen.

Erfolgsfaktoren

Fleiss

Bis heute habe ich noch keinen Marketing-Crack kennengelernt, dem das Wissen um die Bedürfnisbefriedigung seiner Zielgruppe in den Schoss gefallen ist. Wenn du einem wirklich erfolgreichen Zeitgenossen begegnest - egal auf welchem Gebiet - dann bedenke: Du siehst nur, wie er sich am Glanz seiner Früchte erfreut. Du warst in all den Zeiten der Aussaat, der Pflege, des Jätens, der Rückschläge, des Hoffens und manchmal Bangens nicht dabei! Genauso wird es dir ergehen. Du wirst nach erfolgreicher Prüfung Stimmen hören, die von „Glück“ und „easy“ und „könnte ich auch“ faseln. Vergiss es. Oder noch besser: Erfreue dich daran. Als diese „Stimmen“ sich vor dem TV-Gerät vergnügten (bei Chips & „DSDS“) oder die gerade aktuelle In-Bar in fröhlicher Runde erkundeten, warst du am verursachen deines Erfolges. Ein paar Monate Vollgas - und Meilen weiter als die „Stimmen“ es in vielen Fällen je sein werden. Wem gehört die Welt?

Selbstdisziplin

SELBST-Disziplin. Eine der grössten Freiheiten die du hast: Du MUSST nichts! Nichts lernen, nichts lesen, keine Fallstudien lösen. Tut niemandem weh. Nur dir. Ich habe schon Studierende erlebt, die offensichtlich problemlos 20 Mitarbeiter führen konnten, nur der 21ste - man selbst - entglitt jeder ansonsten bewährten Führungstechnik. Der Grund liegt auf der Hand. Dieser Chef und sein engster Mitarbeiter verstehen sich gut. Sie sind Nachbarn, sie wohnen in derselben Brust. Sie verbringen auch ihre Freizeit miteinander. Und ist einer der beiden lustlos, so findet er beim andern stets ein offenes Ohr - das nächste Mal könnte es ja umgekehrt sein. Kennst du diese beiden, ja? Dann kläre die Zuständig- und Verantwortlichkeiten. Jetzt.

Lernplan

Eine Vision ist eine diffuse Fatamorgana. Ein Wunsch fühlt sich gut an und wartet auf das Glück, vom Zufall entdeckt zu werden. Ein Ziel hingegen ist etwas ganz anderes. Es braucht einen Plan um Realität zu werden. Ein Ziel will in überschaubare Teilschritte zerlegt werden, die auf die einzelnen Tage verteilt dem Mosaik die grosse Form geben. Plane deine Lernzeiten wie alle anderen wichtigen Termine! Improvisiere nicht („wenn ich grad Lust habe, dann…“). Verschiebe diese Termine nicht - sie sind fix und bringen dir bis zur Prüfung den grösseren Nutzen als die meisten anderen Markierungen in deiner Agenda. Entscheide dich: Hast du die Vision, den Wunsch - oder das ZIEL, dir den Fachausweis / das Diplom zu holen?

Ziel vor Augen

Es gibt während deiner Ausbildung Hochs und Tiefs. Genauso wie im Leben vorher und nachher. Vielleicht hast du dich schon dabei ertappt, eine negative Situation der zusätzlichen Lernbelastung zuzuschreiben. Und vielleicht hast du manchmal sogar Recht damit. Doch unabhängig davon: Setze die paar investierten Vollgas-Monate in Relation zu den nachfolgenden Jahren des Nutzens, den du beruflich und persönlich aus dieser intensiven Zeit ziehen wirst. Ein faires Geschäft, nicht wahr?

Prüfungsreglement

Nimm dir Zeit, das Prüfungsreglement genau zu studieren. Darin sind die wichtigsten Fachkompetenzen definiert, die du an den eidg. Prüfungen nachweisen musst. Interpretiere die einzelnen Punkte und lege dir eine Liste der entsprechenden Anforderungen an.